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Die nächste Rallye findet am Samstag, dem 10. Juni 2017 statt.

Text und Fotos: Geert van Beurden / Michiel Rotteveel

Die Kanuwanderstrecke.

Mit einer neuen Kanuroute wird der Kanal Almelo-Nordhorn zum Mittelpunkt neuer Aktivitäten im Bereich der Freizeit. Die Strecke führt vom Jachthafen im Zentrum von Almelo bis zum Vechtesee in Nordhorn. Die Route ist insgesamt 36 Kilometer lang, es gibt 14! Umtragestellen und die Strecke ist von einem erfahrenen Kanufahrer in 7 Stunden zu bewältigen.

Wenn man aus der Stadt fährt, erblickt man schon bald auf der rechten Seite das Banis-gemaal, ein Schöpfwerk, das wie ein Baukasten aussieht. Es wurde 1959 gebaut um die tief gelegene Stadt Almelo trocken zu halten. Dazu wurde 1981 auch der Lateraal-kanaal gegraben, der nach mehr als einem Kilometer mit der Trasse des Almelo-Nordhorn Kanals in östlicher Richtung zusammenfällt.

Während der Fahrt lernt man 4 eiserne Zugbrücken kennen, die jetzt nicht mehr als Zugbrücke funktionieren, aber die Zeit überdauert haben. Die erste ab Almelo ist die Rikmansbrug bei Albergen und die zweite steht bei der restaurierten Schleuse bei Reutum. Sechs Kilometer weiter erscheint die Hunnebrug gleich nach dem Naturgebiet Agelerbroek/Voltherbroek und bei Denekamp befindet sich die Harsseveldbrug, an der Kreuzung der Schiphorstdijk/Damweg mit dem Kanal.

Von den ursprünglich 13 Brückenwärterhäusern, existieren nur noch 2 in ihrer ursprünglichen Form.

Sechs Schleusen gab es, damit die Schiffe den Höhenunterschied zwischen Almelo und Nordhorn überwinden konnten. Von den fünf Schleusen auf niederländischem Gebiet ist nur die Koppel- oder Doppelte Schleuse bei Reutum restauriert und erhalten geblieben. Die Schleuse an der deutschen Grenze ist neulich teilweise restauriert worden. Die übrigen Schleusen wurden von Dämmen oder Stauwerken ersetzt.

Das Schuivenhuisje, gleich nach der schon genannten Harseveldbrug bei Denekamp, ist aber das bekannteste Denkmal an der Route. Es ist das einzige noch existierende Werk zum Ein- und Auslassen von Wasser. Hier kreuzt sich der Dinkel mit dem Kanal, und sollte den Kanal mit Wasser versehen. Sechs gemauerte Behälter mit Stahlschützen (im so genannten Schuivenhuisje) sorgten für die richtige Menge Wasser für den Kanal. Weil der Wassereinlass jedoch Versandung im Kanal verursachte, wurde 1904 neben dem Werk, unter dem Kanal, einen Düker mit Schützen gebaut, wodurch der Dinkel auch unter dem Kanal hindurch strömen konnte: het Nieuwe Werk.

Gleich nach dem Grenzübergang befindet sich auf deutschem Gebiet die zweite Schleuse, die übrigens nur teilweise restauriert worden ist. Der Entwurf ist deutlich anders als bei den anderen Schleusen. Sie verbindet Almelo mit dem Vechtesee, mit der Vechte und mit den deutschen Moorkanälen. Gleich links am Wasser gibt es noch das kleine Zöllnerhaus und das weisse ehemalige Zollamt mit Wohnhaus.

ie Initiatoren dieser Route wünschen Ihnen viel Vergnügen an dieser sportlichen Kanuwanderstrecke.

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Fahrtechnische Auskunft.

Start

Der alte Holzsteg am Jachthafen im Zentrum von Almelo ist für diese Fahrt Anfangspunkt (oder in umgekehrter Richtung Endpunkt). Der Jachthafen ist gut erreichbar. Zu Fuβ ist man innerhalb von fünf Minuten am Bahnhof, mit Eisenbahn und Busverbindungen und mit ausreichenden Parkmöglichkeiten. Verlassen Sie den Jachthafen in nördlicher Richtung. Sofort rechts abbiegen zwischen den noch erkennbaren Fundamenten der alten Schleuse hindurch, den Kanal Almelo Nordhorn hinauf.

Damm Banisgemaal

Am Banisgemaal gibt es die erste Umtragestelle und zwar auf der rechten Seite. Sie fahren weiter über den Lateraalkanaal und setzen die Fahrt in östlicher Richtung weiter.

Stau Markgraven

Nach 1,2 km biegt der Lateraalkanaal, von Gebüsch umsäumt, in nördlicher Richtung ab. Der ursprüngliche Kanal Almelo-Nordhorn zweigt sich hier wieder vom Lateraalkanaal ab. Die Umtragestelle finden Sie auf 11.00 Uhr.

Auf der linken Seite befindet sich, unsichtbar aus dem Kanu, der Campingplatz Pooksbelten.

Stau De Pook

Am Pook ist die Kombination von Schleuse und Brücke von einem Düker mit (gleich dahinter) festem Stau ersetzt worden. Die Umtragestelle liegt hier am rechten Ufer.

Stau Vleerboersweg

Wir setzen unsere Fahrt fort durch eine schattenreiche Umgebung, wo sich Wald und Wiesen abwechseln. Der Kanal liegt zwischen sicheren Kanaldeichen tief im Land. Auf dem Kanaldeich gibt es meistens Sandwege, manchmal einfache Asphaltstraβen, die aber nie intensiv von motorisiertem Verkehr benutzt werden. Im Gegenteil, manche Strecken sind sogar schon für Motorfahrzeuge gesperrt.

Nach einem Kilometer gibt es auf der rechten Seite einen kleinen Bootssteg, der zur Gaststätte Fraans-Marie führt. Die Wirtschaft von Fraans-Marie fing ursprünglich im ehemaligen Brückenwärterhaus an und hatte auch noch einen kleinen Laden. Der Name Fraans-Marie kommt vom Beinamen des Besitzers Nijhuis (Fraans), der Name Marie deutet auf die ursprüngliche Besitzerin Marie hin.

Wenn wir weiterfahren begegnen Sie wahrscheinlich einigen Schwänen, die in diesem Abschnitt des Kanals leben

Damm Straβe Weerselo-Fleringen (N343)

Nach 5,5 km wird der Kanal von einem Damm mit einer Durchgangsstraβe unterbrochen. Wir sind jetzt halbwegs Almelo-Denekamp, 13 Kilometer entfernt von beiden Städten. Auch hier gibt es auf der rechten Seite eine Umtragestelle. Hier kann man sich wiederum die Beine vertreten, diesmal zwar etwas länger (150 Meter), denn das Boot können wir erst nach der Parallelstraβe wieder zu Wasser bringen.

Am rechten Ufer gibt es einen Campingplatz, wo man bei längeren Ausflügen gut übernachten kann.

Schleusentreppe

Jetzt folgt eine Strecke mit vielen Wasserrosen. Sehr schön, aber schwer befahrbar. Nach 1,8 km taucht die doppelte Schleuse auf. Diese Schleusen mit authentischer Zugbrücke überbrückt ein Gefälle von 4,5 Metern. Die Umgebung ist hier auβerordentlich schön.

Damm Nijkampsweg

Wir setzen unsere Fahrt fort, aber müssen schon nach zwei Kilometern das Boot wieder verlassen. Obwohl die Aus- und Einsteigestellen immer am rechten Ufer gelegen sind, sind sie ab und zu schwer zugänglich, von Pflanzen überwuchert und manchmal völlig hinter einem dichten Schilfgürtel verborgen. Dennoch gibt es genügend Stellen, wo man das Kanu verlassen und wieder zu Wasser bringen kann.

Damm Rossemsestraat

Auch hier wird der Wasserweg wieder von einer durchgehenden Straβe unterbrochen. Auf der nächsten Strecke sieht man auf beiden Seiten des Kanals allerhand besondere Pflanzen- und Tierarten. Wir durchqueren nämlich das Agelerbroek. Jetzt kann man längere Zeit im Kanu weiterfahren und von die Ruhige Landschaft genieβen.

Nach etwa 4,5 km kommen wir an der Kreuzung mit dem Dinkel. Hier ist der Dinkel (noch) verbotenes Fahrwasser und am rechten Ufer sieht man das einmalige Schuivenhuisje, wovon wir schon einiges erzählt haben.

Damm Ootmarsumsestraat

An der rechten Seite aussteigen, bitte gut auf den Verkehr achten, man fährt hier manchmal sehr schnell! Der offizielle Steg liegt ungefähr 150 Meter nach der Rohrleitung. Man könnte auch gleich nach überqueren der Straβe das Boot wieder zu Wasser bringen, wonach man meistens ziemlich einfach unter der Rohrleitung hindurch fahren kann.

Damm mit Abwasserrohre

Leider kommt jetzt eine Strecke, die mehrmals von Umtragestellen unterbrochen wird. Man verwendete den Kanal damals als Überlauf von Abwasser und das konnte man riechen und sehen. Jetzt sind es fast nutzlose Hindernisse im schönen Kanal geworden. Nur in sehr extremen Verhältnissen wird die Abwasserfunktion noch benutzt. Die Wasserqualität hat sich deshalb erheblich verbessert. Kein Gestank und trübes Wasser mehr, sondern klares Wasser voller Leben.

Damm Omleidingskanaal

Beim Omleidingskanaal des Dinkels gibt es die letzte Umtragestelle. Diesmal auf der linken Seite des Kanals. Wenn sie möchten, können Sie hier die Route verlassen, um über den Omleidingskanaal, den Dinkel und die Vechte Richtung Hardenberg und Zwolle zu fahren. Rechts ist die Brücke über den Omleidingskanaal, worüber Sie das Kanu tragen können. Selbstverständlich ist es möglich, den Omleidingskanaal mit dem Kanu zu überqueren, aber das ist keine einfache Aufgabe. An der Ostseite des Omleidingskanaals gibt es die schwierigste Strecke der Fahrt. (400 Meter)

Damm Kanaalweg

Was jetzt? Einsteigen, 400 Meter fahren und wieder aussteigen, oder 400 Meter schleppen? Eine schwierige Entscheidung; zu Fuβ dauert es 10 Minuten und es ist körperlich schwer, das Ein- und Aussteigen aber ist schwierig...

Beim Aussteigen fehlen richtige Aussteigestellen. Das Einsteigen geht viel einfacher. Auf der anderen Seite des Dammes gibt es eine Art Metallrost, das in den Kanal herausragt. Hier können Sie leicht ein- oder aussteigen.

Damm Grensweg

Der Name sagt es schon, wir befinden uns jetzt in der Nähe der Grenze. Beim Aussteigen muss man ein wenig suchen um eine geeignete Stelle zu finden.

Damm Rammelbeek

Nach einer kurzen Strecke befinden wir uns an der Kreuzung mit Rammelbeek. Der Rammelbeek bildet hier von alters her die Grenze mit Deutschland. Auch hier muss wieder umgetragen werden.

An der rechten Seite verbirgt sich hinter einem Gebüsch das alte Zollamt. Ein groβes und stattliches Gebäude, das momentan als Wohnhaus dient. Der alte Holzbau, der über den Kanal hinausragt, ist kein Bootshaus, sondern das kleine alte Zollhaus, wo die Schiffer ein- und ausklariert wurden.

Das rechte Ufer ist niederländisches, der Kanal selbst ist deutsches Gebiet. Der Kanal ist hier besonders seicht, aber nach etwa zehn Metern wird es wieder tiefer und das Kanu gleitet wieder wie es sich gehört. Wir kommen an einer alten restaurierten Schleuse vorbei, deren Schleusetüren geöffnet sind und setzen unsere Fahrt quer durch Nordhorn fort. Man bemerkt das übrigens nicht, denn die Ufer sind hoch und völlig bewachsen. Man fährt sozusagen durch einen langen grünen Tunnel (4km).

Vechtesee

Am Ende des Tunnels biegen wir rechts ab und fahren den Vechtesee hinauf. Der Vechtesee ist in den siebziger Jahren als Sandfang für die Vechte gegraben. Eigentlich fährt man hier denn auch auf der Vechte. Von hier aus kann man mehrtägige Wanderfahrten Richtung Neuenhausen, Hardenberg und Zwolle machen. Für uns ist das Endziel bei den Bootsstegen des Bootsvereins erreicht.

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Literaturverzeichnis:
Goïnga, Kl., "100 jaar kanaal Almelo-Nordhorn", 1989;
Provincie Overijssel, "De botanische waarden van het kanaal Almelo-Nordhorn", 2002;
De in de tekst genoemde rapportages/onderzoeken:
Werkgroep Water CHE, "Kanotochten in de heerlijkheid Almelo en omstreken", 2004.